Mit der Inbetriebnahme einer neuen, vollautomatisierten CTP-Linie setzt Druckstudio in Düsseldorf einen weiteren Meilenstein in der Druckvorstufe. Herzstück der Anlage ist das in-line angebundene Abkantsystem NELA SF-Bender, das direkt mit dem neuen HEIDELBERG CTP-Belichter zusammenarbeitet.
Die belichteten und abgekanteten Druckplatten werden vollautomatisch sortiert und in bis zu sechs individuell codierten Plattenwagen abgelegt. Dank Barcode-Identifikation wird jede Druckplatte eindeutig einem Druckjob und der passenden HEIDELBERG Druckmaschine zugewiesen. So entstehen vollständige Plattensätze, deren Status jederzeit über einen Monitor überwacht werden kann.
Über eine API-Schnittstelle kommuniziert die Anlage direkt mit den Leitständen der Druckmaschinen. Sobald ein Plattensatz vollständig ist, erhalten die Druckassistenten eine Rückmeldung und können den entsprechenden Plattenwagen gezielt am Plattensorter abholen. Das manuelle Handling der Druckplatten wurde dadurch auf ein Minimum reduziert. Beschädigungen werden vermieden, Rüstzeiten deutlich verkürzt und die Prozesssicherheit spürbar erhöht.
Ein weiterer Schritt von Druckstudio in Richtung effizienter, vernetzter und zukunftssicherer Druckproduktion. Wie sich die neue CTP-Linie im Arbeitsalltag bewährt und welche strategischen Ziele Druckstudio damit verfolgt, erläutert Fotini Drechsler, Kaufmännische Leiterin und Marketingleiterin, im folgenden Interview.
Druckstudio-Team v.l.n.r.: Dirk Pulsat, geschäftsführender Gesellschafter, Carsten Gronloh, Leiter Premedia, Werner Drechsler, geschäftsführender Gesellschafter, und Fotini Drechsler, Leitung Marketing
Frau Drechsler, warum haben Sie sich dazu entschieden, in eine automatisierte Abkantung und Plattensortierung zu investieren?
Aufgrund der Anschaffung einer 8-Farben-Wendedruckmaschine von Heidelberg, hatten wir einen deutlich höheren Bedarf an Druckplatten, die wir prozessstabil bereitstellen wollten.
Ziel war es durch die Automatisierung bisher manueller Prozessschritte die Effizienz bei der Druckplattenproduktion zu steigern und durch die Digitalisierung eine noch höhere Prozesssicherheit zu gewährleisten.
Welche internen Prozesse wurden dabei verändert bzw. optimiert?
Welche positiven Effekte sehen Sie nach den ersten Monaten der Produktion mit der neuen Anlage? Konnten z.B. Rüstzeiten an den Druckmaschinen reduziert bzw. andere Einsparungen erzielt werden?
Sehen Sie aktuell weiteres Optimierungspotenzial in ihrer Druckvorstufe?